Spinde mit oder ohne Schlüssel: welcher Verschluss zu welcher Umkleide passt

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Spinde mit oder ohne Schlüssel: welcher Verschluss zu welcher Umkleide passt

Müssen Ihre Beschäftigten im Betrieb besondere Arbeitskleidung anziehen, braucht die Umkleide abschließbare Spinde: Die Arbeitsstättenverordnung verlangt dort für jeden Beschäftigten eine verschließbare Einrichtung, in der er seine Kleidung aufbewahren kann. Außerhalb dieses Falls entscheidet die Nutzung: Der Schlüssel passt, wenn ein Spind über Monate derselben Person gehört, Vorhängeschloss, Münze oder Code, wenn der Nutzer täglich oder stündlich wechselt.

Die vier Verschlüsse und wer sie jeweils kontrolliert

VerschlussWer den Zugang kontrolliertWenn Schlüssel oder Code verloren gehenTypische Nutzung
Schloss mit SchlüsselDer Betrieb oder die Einrichtung, die jeden Spind zuteiltMit dem Ersatzschlüssel öffnen; ohne Ersatzschlüssel muss das Schloss getauscht werdenSpind, der einer Person zugeteilt ist
Vorhängeschloss des NutzersJeder NutzerDas Vorhängeschloss wird aufgeschnittenFitnessstudio mit viel Wechsel und ohne Empfang
Münze oder ChipWer ihn gerade belegtDie Einrichtung öffnet mit ihrem ServiceschlüsselSchließfach, Schwimmbad
Zahlenschloss, mechanisch oder elektronischJeder Nutzer, oder die Einrichtung mit MastercodeDie Einrichtung setzt es zurückBüro mit geteilten Arbeitsplätzen

Entscheidend ist die zweite Spalte. Beim Schloss mit Schlüssel teilt die Person, die die Umkleide verwaltet, die Spinde zu, gibt die Schlüssel aus und verwahrt den Ersatzschlüssel. Bei der Öse für Vorhängeschloss hat die Tür einen Bügel, und jeder Nutzer hängt sein eigenes Schloss ein: Niemand muss Schlüssel verwalten, aber es weiß auch niemand, ob der Spind verschlossen ist und welches Schloss ihn öffnet.

Das Münz- oder Chipschloss schließt, wenn man eine Münze einwirft, die beim Öffnen zurückkommt, oder einen Chip der Einrichtung, und ist für kurze Nutzung gedacht. Das Zahlenschloss erspart verlorene Schlüssel und bringt dafür vergessene Codes und, wenn es elektronisch ist, Batterien, die gewechselt werden müssen.

TwinThink-Spinde haben an jeder Tür ein Schloss mit Schlüssel.

Wann ist ein abschließbarer Spind Pflicht?

In Deutschland dann, wenn der Betrieb Umkleideräume stellen muss. Das ist der Fall, wenn die Beschäftigten bei ihrer Tätigkeit besondere Arbeitskleidung tragen müssen und es ihnen nicht zuzumuten ist, sich in einem anderen Raum umzukleiden. Nach Anhang Punkt 4.1 Absatz 3 der ArbStättV müssen diese Umkleideräume „mit Sitzgelegenheiten sowie mit verschließbaren Einrichtungen ausgestattet sein, in denen jeder Beschäftigte seine Kleidung aufbewahren kann“. Ein geteilter Schrank oder eine offene Garderobe genügt dem nicht. Ist kein Umkleideraum vorgeschrieben, verlangt die Verordnung in Anhang Punkt 3.3 Absatz 1 nur eine Kleiderablage für jeden Beschäftigten, kein Schloss.

Die ASR A4.1 konkretisiert den Umkleideraum unter Punkt 7.4 Absatz 2: für jeden Beschäftigten eine ausreichend große, belüftete und abschließbare Einrichtung mit Ablagefach. Werden Schränke bereitgestellt, gilt nach der ASR A4.1 ein Mindestmaß von 0,30 × 0,50 × 1,80 m (Breite × Tiefe × Höhe). TwinThink-Spinde sind 40 cm tief und 165 oder 177 cm hoch und erreichen dieses Mindestmaß nicht. Die ASR ist eine Technische Regel, keine Verordnung: Wer sie einhält, kann nach § 3a Absatz 1 ArbStättV davon ausgehen, die Verordnung insoweit zu erfüllen; wer davon abweicht, muss durch andere Maßnahmen dieselbe Sicherheit und denselben Gesundheitsschutz erreichen. Klären Sie das vor der Bestellung mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Zur Art des Verschlusses sagt die Verordnung nur „verschließbar“. Ein Vorhängeschloss, das jeder Beschäftigte mitbringt, schließt ab, überlässt es aber jedem selbst, ob der Spind auch wirklich verschlossen ist. Mit einem Schloss mit Schlüssel übergibt der Betrieb Spind und Schlüssel am selben Tag, notiert es und kann bei einer Begehung eine Liste vorzeigen.

Wenn die Umstände es erfordern, sind Schränke für Arbeits- und Schutzkleidung außerdem von denen für persönliche Kleidung zu trennen; die ASR A4.1 verlangt dafür zwei Schrankteile im genannten Mindestmaß oder einen geteilten Schrank in doppelter Breite. Welche Fächer unsere Spinde haben, zeigt der Ratgeber zu Spinden mit 2, 4, 6 oder 12 Türen. Sitzgelegenheiten, Trennung und ein Beispiel für eine Halle mit 40 Beschäftigten stehen in was Arbeitsstättenverordnung und ASR A4.1 verlangen und wie Sie es umsetzen.

Wann der Schlüssel passt

Wenn der Spind über Wochen oder Jahre derselben Person gehört: die Umkleide einer Halle, der Personalraum einer Praxis, die Teilnehmer eines Kurses, das Mitglied eines Fitnessstudios, das seinen Spind mietet, oder der Spind zu Hause in Garage oder Flur. Wer die Spinde verwaltet, weiß, wer welche Tür hat, und der Schlüssel braucht weder Batterien noch Münzen. TwinThink-Spinde gibt es mit bis zu 12 Türen, 165 oder 177 cm hoch und 33 bis 97 cm breit; für einen Umkleideraum nach ArbStättV gilt, was oben zum Mindestmaß der ASR A4.1 steht.

Wann ein Verschluss ohne Schlüssel passt

Wenn der Nutzer stündlich wechselt und niemand am Empfang sitzt, der Schlüssel ausgibt und wieder einsammelt: ein rund um die Uhr geöffnetes Fitnessstudio mit Kartenzugang oder die Schließfächer eines städtischen Schwimmbads. Dort nehmen das Vorhängeschloss des Nutzers oder die Münze der Einrichtung Arbeit ab, während der Schlüssel ihr welche macht, weil jemand die Schlüssel in jeder Schicht ausgeben und einsammeln muss.

Liegt Ihr Fall dazwischen, etwa ein Fitnessstudio mit Empfang nur zu Geschäftszeiten, schildern Sie ihn uns, wenn Sie ein Angebot für Ihre Umkleide anfragen, und wir sagen Ihnen in der Regel am selben Werktag, ob der Schlüssel passt.

Wie Sie die Schlüssel einer Umkleide ausgeben und verwahren

Der Schlüssel jeder Tür geht an ihren Nutzer, jeder Ersatzschlüssel an ein zentrales, nummeriertes Schlüsselbrett in der Personalabteilung oder am Empfang. Nummerieren Sie vor der Ausgabe die Türen mit einem Etikett und notieren Sie, welcher Schlüssel welche Tür öffnet und wer ihn hat. Bei 40 Spinden sind das 40 Zeilen, und wenn jemand den Betrieb verlässt, kommt sein Schlüssel zurück, ohne dass jemand Türen durchprobieren muss.

Der beste Moment für diese Liste ist die Montage, die pro Spind weniger als 15 Minuten dauert und bei der jede Tür und ihr Schlüssel noch zusammen sind: Schlüssel probieren, Etikett aufkleben, notieren. Nehmen Sie außerdem alle Schlüssel aus den Kartons, bevor die Kartons weggebracht werden, denn die landen meist noch am selben Tag im Altpapiercontainer.

Und wenn ein Schlüssel verloren geht oder ein Schloss ausfällt?

Verliert jemand seinen Schlüssel und hängt am Schlüsselbrett ein Ersatzschlüssel, öffnet dieser die Tür. Gibt es keinen Ersatzschlüssel oder fällt ein Schloss aus, schreiben Sie uns mit Bestellnummer und Spindnummer, bevor Sie etwas aufbrechen; wenn Sie dafür WhatsApp (+34 614 39 49 16) nutzen, antworten wir sofort. TwinThink-Spinde haben 3 Jahre Garantie, dieselbe für Unternehmen und Privatkunden in allen Ländern; die Bedingungen stehen unter Rückgabe und Garantie.

Wenn Sie die Umkleide noch planen, sagt Ihnen der Spind-Rechner anhand der Personenzahl, der Schichten und dessen, was jede Person verstaut, welche Bauart passt, wie viele Säulen Sie brauchen und wie viel Wand sie belegen.

Quellen: Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättV), § 3a Absatz 1 und Anhang Punkte 3.3 Absatz 1 und 4.1 Absatz 3, in der Fassung auf gesetze-im-internet.de; Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A4.1 „Sanitärräume“, Ausgabe September 2013, zuletzt geändert GMBl 2022, S. 212, Punkt 7.4 Absatz 2, veröffentlicht von der BAuA. Diese Anleitung dient der Orientierung und ist keine Rechtsberatung; prüfen Sie vor einer Begehung den aktuellen Text und sprechen Sie mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit.